Worauf mein bei einem Kreditaufnehmen achten sollte

Ratenkredite für Privatkunden gehören seit Jahren zu den sehr lukrativen Geschäften der Banken und Finanzinstitute. Auf der Suche nach Kreditnehmern lassen sich die Finanzinstitute immer wieder neue Lockangebote einfallen. Das fängt bei Lockangeboten mit niedrigen Zinsen an bis hin zu Sonderkredite für jeden erdenklichen Anlass.

Dispo- oder Ratenkredit

Vor der Aufnahme eines Kredites stellt sich immer die Frage, ob es ein Dispo- oder Ratenkredit sein soll.

Da beim Dispo-Kredit auch grundsätzlich wesentlich höhere Zinsen anfallen, sollte dieser immer nur dann in Anspruch genommen werden, wenn der Kreditnehmer in der Lage ist, das Geld aufgrund der hohen Zinsen kurzfristig zurückzuzahlen. Hier sollte man in der Regel davon ausgehen, dass der Geldbedarf nicht mehr als zwei bis drei Monategehälter betragen sollte.

Wenn man jedoch einen Kredit über einen längeren Zeitraum benötigt, ist sicherlich der Ratenkredit die bessere Alternative, weil der Zinssatz wesentlich niedriger ausfällt als beim Dispo-Kredit.

Konditionen vergleichen

Wenn jemand sich für einen Ratenkredit entschieden haben, sollte er vor der Aufnahme eines Kredites die entsprechenden Konditionen vergleichen. Hier sollten dann für einen tatsächlich belastbaren Vergleich von den unterschiedlichen Angeboten aber dieselben Eckwerte vorliegen. Hierzu zählen die Laufzeiten, die Höhe des Kredits, der Auszahlungs- und Rückzahlungstermin und vor allem die verkraftbare monatliche Tilgungsrate.

Effektivzins

Eines der wichtigsten Entscheidungskriterien bei der Wahl eines Kredites ist der effektive Jahreszins. Das ist der Zins, den ein Kreditnehmer tatsächlich zahlen muss. Hier sind die Bearbeitungsgebühr, der Nominalzinssatz, das Agio (Aufgeld) und eventuell auch das Disagio (Abgeld), die eventuell anfallenden und mit zu zahlenden Provisionen und Versicherungsprämien mit einzubeziehen. Nach der Höhe des Effektivzinses richtet sich dann auch die Entscheidung, ob der Kredit von Kreditnehmer angenommen wird oder nicht.

Ebenfalls spielt dann beim Kreditabschluss noch die persönliche Bonität und das „Scoring-Ergebnis bei der jeweiligen Schufa-Auskunft ein dem tatsächlichen Zinssatz eine wichtige Rolle.

Bearbeitungsgebühr

Einige Finanzinstitute verlangen für die Durchführung und Abwicklung von Ratenkrediten Bearbeitungsgebühren im Durchschnitt von ca. 2 %. Daraus folgt, dass je kürzer die Laufzeit eines Kredites ist, dieser umso teurer wird, da sich die Bearbeitungsgebühr auf eine wesentlich geringere Anzahl von Monaten verteilt. Wenn es möglich ist, sollte deshalb ein Angebot vom Kreditnehmer ausgesucht werden, bei dem keine Bearbeitungsgebühr fällig wird oder es eine Möglichkeit im Vertrag gibt, dass die Bearbeitungsgebühr teilweise erstattet wird, wenn der Kredit vorzeitig zurückgezahlt wird.

Bei der Rückzahlung nicht zu kleine Rückzahlungsraten wählen

Es gibt Finanzinstitute, die .niedrige Rückzahlraten in ihren Verträgen haben. Das Argument, das hier dahinter steht, ist die Aussage, dass man mit monatlichen Miniraten einen größeren finanziellen Spielraum für andere Angelegenheiten hat. Das Problem ist nur, je kleiner die Rückzahlungsrate ist, desto länger muss über einen langen Zeitraum getilgt werden Auch werden zum Teil höhere Zinssätze für länger Laufzeiten verlangt.